Blog-Haslach

Webermarkt Haslach

Jedes Jahr findet das Sommersymposium in Haslach an der Mühl in Österreich statt. Im Anschluss an die letzte Webkurs-Woche wird der Webermarkt veranstaltet. Ein kleiner Bestandteil des Marktes ist die Faserzone, zu der Sie uns antreffen können. Die Faserzone ist eine Messe für Garne und Zubehör.

Der Markt gibt einen Einblick in die textile Szene hauptsächlich in Österreich, aber auch der Schweiz, Deutschland und Tschechien. Ein Standplatz ist sehr begehrt und so muss jedes Jahr eine Auswahl getroffen werden. Dabei kommen nur die originellen Textilarbeiter zum Zuge. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Hier gibt es Produkte von hoher handwerklicher Qualität.

Die Faserzone findet von Freitag, 26. bis Sonntag, 28. Juli statt. Wir erwarten 2019 ein besonders fachkundiges, internationales Publikum, da neben den Kursen und Ausstellungen, die jeden Textilsommer in Haslach begleiten, zeitgleich auch die Konferenz des Europäischen Textilnetzwerks (ETN) .

Außerdem gibt es eine Reihe von Ausstellungen:

  • Garten von Eden – 90 Werke aus 34 Nationen
  • Einzelausstellung von Tanja Boukal
  • Archaische japanische Textilien
  • Europäische Quilt Triennale
  • Einzelausstellung Marga Persson
  • Stickkunst von Gina Ballinger

 

Wir haben nur eine kleine Auswahl an Garnen dabei, da 170qm nun mal in kein Auto passen. Falls Sie aber eine Inaugenscheinnahme bestimmter Produkte wünschen, ist das die Gelegenheit. Wir sind noch bis 24.07.2019 im Geschäft zu erreichen. Kontaktieren Sie uns einfach.

Blog Damastaustellung

Moderne Damastgewebe im Palais Rastede

Spiel mit Licht und Schatten

Licht und Schatten

Unter diesem Motto ist eine Ausstellung der Damastwebergilde im Palais Rastede zu besichtigen.

Alte Damastgewebe gibt es in Museen als Tischwäsche reichlich zu bestaunen. Nur wenige wissen, dass es heute immer noch oder wieder Weber gibt, die diese aufwändige Technik nicht nur erhalten, sondern weiter entwickeln. In Holland und Schweden wird noch sehr viel Damast gewebt. So ist es selbstverständlich, dass in beiden Ländern Gilden entstanden sind, die offen sind für aktive Damastweber auch aus anderen Ländern. In beiden Gruppen gibt es neben Rundbriefen auch regelmäßigen Treffen und Angebote zur Weiterbildung.
Für den internationalen Austausch entstand das lnternationale-Damastweber-Netzwerk,  welches der Schweizer Arzt Maurice Piot ins Leben rief. Hier erhält jedes Mitglied einen regelmäßigen Rundschreiben, indem er nicht nur Tipps erhält, sondern sich selbst mit Beiträgen beteiligen kann und soll. So entsteht eine lebendige Szene.

Die Idee zur Ausstellung Licht und Schatten entstand auf einer Reise, die die Damastwebergilde anlässlich ihres  25-jährigen Jubiläum unternahm. Die lntention war ein breites Spektrum von Möglichkeiten des Damastwebens zu zeigen, um andere Weberinnen zu animieren, sich ebenfalls damit zu beschäftigen. Die komplexen Webstühle sind nicht nur eine Herausforderung, sondern bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Licht und Schatten

Gezeigt werden in der Ausstellung Gewebe von 14 Weberinnen, die sowohl handwerklich als auch gestalterisch auf einem hohen Niveau arbeiten. Es wurde mit Musterschäften gewebt oder aber mit dem Harnisch gearbeitet.  Außerdem werden modernere Varianten präsentiert wie Schattendamast und CrimpCloth-Damast. Eine weitere Besonderheit sind sicherlich die Gewebe, die auf dem TC2 entstanden sind. Das ist ein computergesteuerter Webstuhl und somit wird ein Bogen gespannt von Tradition bis zur Moderne. Der moderne Damastweber kann selbst entscheiden, ob er klassisch mit dem Papiermuster oder aber Computer basiert arbeitet.
Um möglichst viele Weberinnen zu erreichen, wurde eine Wanderausstellung konzipiert. Einigermaßen schwierig war es, genügend Ausstellungsmöglichkeiten in Europa zu finden. So war der Start  Anfang Juli 2018 in einer alten Kirche bei Leuwarden der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt ein gelungener Auftakt. Nach einem Halt in der Schweiz ging es weiter nach Rastede in Niedersachsen und anschließend wird die Ausstellung in Pärnu in Estland gezeigt. Weitere geplante Stationen sind in den skandinavischen Länder und ein Abschluss im Museum für Textil in Neumünster in Schleswig-Holstein Anfang 2020.
Die Ausstellung wird am 20. Januar 2019 um 11.15 eröffnet im Palais Rastede. Es gibt neben der eigentlichen Ausstellung die Möglichkeit zu bekannt gegebenen Terminen einen Damastwebstuhl in Aktion zu sehen.

 

 

Hier sind ein paar weitere Impressionen, die allerdings keinen Ausstellungsbesuch ersetzen.

Blog Webermarkt Lunz

Webermarkt in Lunz am See in Österreich vom 02.-04-August 2019

Bereits zum 22. Mal findet der Lunzer Webermarkt im Amonhaus in Lunz am See, dem schönsten Renaissance-Bau an der Eisenstraße statt.
Hier wird sehr wertvolle, alte Handwerkskunst mit ihrer Tradition im Spinnen, Weben und Filzen gepflegt, um  Interessierte zu begeistern und all diese überlieferten Techniken mit Schaf- und Alpakawolle, mit Fäden aus Flachs, Baumwolle und Seide an die nächste Generation weiterzugeben.
Und es entstehen jedes Jahr neue Werke, bunte Kreationen und einmalige Schmuckstücke für den täglichen Gebrauch und für besondere Anlässe, für Sie zur Freude.

Gerade diese Märkte sind dabei ein wichtiger Präsentationsort, auch um verschüttete Techniken wieder in die Erinnerung zu rufen.

Nicht nur der Markt ist vielversprechend, sondern auch das Rahmenprogramm zum Webermarkt 2019:

Im Lunzer Handarbeitsmuseum:
„Geschichten und Geschichte“

Die ausgestellten Handarbeiten entstanden im Zeitraum zwischen dem späten 19. und dem 20. Jahrhundert. Sie berichten von Kriegs- und Notzeiten, aber auch vom Wunsch nach schönen Textilien.

Im Eingangsbereich
präsentiert sich die LFS Unterleiten – die als einzige Fachschule Niederösterreichs das Weben lehrt. Zu diesem Anlass wird auch das Webereimuseum in Hollenstein mit Kaffee und Kuchen am Samstag und Sonntag jeweils von 10-17 Uhr geöffnet.

Im Hammerherrenmuseum
werden laufend Führungen angeboten.

In den Arkaden
finden sie Gobelinbilder von Gottfried und Katharina Reutter..
Das Lunzer Genussplatzl wird am Freitag und Samstag für das leibliche Wohl sorgen.

Krapfenkirtag der Lunzer Bäuerinnen:
Sonntag, 4.August 2019 hinter dem Amonhaus
ab 10 Uhr, solange der Vorrat reicht.

Damit die richtige Gemeinde gleich gefunden wird, gibt es diesen Link zum Ort.

Gerade Österreich pflegt seine Textiltradition sehr aktiv und so sind solche Märkte oft auch Begegnungsstätten für den Austausch an Erfahrungen und Anregungen oder nur um Kindheitserinnerungen wach zu rufen.

Die Eröffnung findet Freitag, 2. August um 17.00 Uhr  mit dem Lunzer Chor statt.

Der Mark selbst kann besucht werden:

Freitag, 2 . August, 17 – 19.30 Uhr
Samstag, 3. August, 10 – 18 Uhr
Sonntag, 4. August, 10 – 17 Uhr

 

 

Blog Weberfurum

Teilnahme am Weberforum 2018 in Oederan

Die beiden Veranstaltungstage sind nun schon wieder vorüber.

Es ist eine kleine Messe mit weniger als 100 Teilnehmern, die bei vielen fest im Kalender vorgemerkt ist. So konnte man sicher von einem Stammpublikum sprechen. Die überschaubare Anzahl von Teilnehmern waren nicht in übertriebener Eile, was zu einer fast schon familiären Atmosphäre beitrug. So kam der Austausch zwischen den Teilnehmern nicht zu kurz. Manche hat sogar festgestellt, dass Sie doch nicht die einzige Weberin an ihrem Wohnort ist. So sind auch persönliche Kontakte entstanden.

Das Programm sprach Anfänger und Profis gleichermaßen an. Jedes Jahr gibt es ein neues anderes Thema. Dieses Jahr war es „Gewebe – Papier – Seide“, welches gleichzeitig der Titel einer Sonderausstellung war, die mit dem Weberforum zu Ende ging. Neben den einzelnen Workshops liefen Vorträge über textile Randthemen, es waren zwei Ausstellungen zugänglich sowie eine Exkursion und ein gemeinsames Abendessen. Es war alles hervorragend organisiert und wurde ebenso engagiert betreut während der Veranstaltung. Erwähnenswert ist die gute Verpflegung während der Messe, da es keine Systemgastronomie war und außerdem noch preiswert.

Das Ambiente von „Die Weberei – Museum Oederan“ ist einzigartig, wie der Blick ins Museum verrät:

Blog Weberforum

Ein Besuch lohnt sich auch zwischen den Messen, zumal es nicht nur um das Weben geht. Viele der gezeigten Objekte sind aus unserem alltäglichen Leben bereits verschwunden und werden aus der Erinnerung wach gerufen.

 

Wir haben unsere Kunden persönlich kennengelernt und möchten uns für jedes Gespräch bedanken. In zwei Jahren wird die nächste Veranstaltung sein. Wir dürfen gespannt auf das Thema sein. Bei der Abschlussveranstaltung konnten Vorschläge eingereicht werden. Auf jeden Fall lohnt sich eine Teilnahme, um seinen eigenen Horizont zu erweitern.

Blog Weberfurum

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Weber ist die Ausstellung das Blaue Wunder erwähnenswert, da diese noch an weiteren Standorten in nächster Zeit zu sehen sein wird. Diese Ausstellung wurde vom Verein Weben plus zur Verfügung gestellt.

Wer bisher keine Gelegenheit hatte, kann sich das Sommersymposium in Haslach in Österreich vormerken. Ein paar spannende Eindrücke vom einzelnen Objekten sollen nicht fehlen:

Weberforum in Oederan 2018

Das Weberforum in Oederan rückt immer näher. Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen. Fast alle Garne sind schon verpackt und warten darauf ins Auto geladen zu werden.

Das diesjährige Thema „Gewebe-Papier-Seide“ wird auf vielfältige Weise umgesetzt werden. Das Programm ist auf jeden Fall vielversprechend.

Unsere Garne, die dabei sind:

Leinenwerggarn Nm 6/1

Seide Nm 20/2 und Nm 60/2×2

Seide-Viskose Nm 20/2 und Nm 20/1

Baumwolle Nm 34/2

Leinenzwirn Nm 8/2 und 6/2

Alpaka Nm 10.5/3 und Nm 16/2

Merinowolle Nm 30/2

Kaschmir Nm 13/1 und und Nm 13/1×1

Wir haben schon einen Tischwebstuhl mit dem Fächer-Webblatt eingerichtet, damit Sie es persönlich erleben können.

Falls Sie etwas vermissen oder eine Ansicht bestimmter  Garne möchten, können wir sie gern mitbringen.

Wir freuen uns darauf Sie, die Kunden von Swedenform persönlich kennen zu lernen und eventuell Neue hinzu zu gewinnen.

Bis dahin wünschen wir eine schöne Zeit.

Alle, die nicht dabei sein können, werden sicher ein paar Impressionen hier auf dem Blog nach dem Forum sehen.

 

Garnhuset, Webmesse in Växjö

Kurzfassung des Artikels über Claes Hedström vom Garnhuset i Kinna

In der Ausgabe 2-2017 des VÄV erschien ein ausführlicher Artikel über den Garnfärber, der einen Großteil unseres Sortimentes färbt.

Der Meisterfärber

Es hängt alles vom richtigen Gespür und das Gefühl für die Nuancen ab!

Claes Hedström ist der Färbemeister und Gründer der „Garnfärgeriet C.Hedström AB“ in Fritsla/Schweden.
Im Laufe seines über 30jährigen Berufslebens wurde er mit vielen verschiedenen Färbemethoden für die unterschiedlichsten Materialien vertraut.
In seiner eigenen Strangfärbmanufaktur mit einer Jahreskapazität von aktuell ca. 60 Tonnen färbt er Wolle in schwach sauren Tauchbädern. Baumwolle, Leinen, Chenille und gelegentlich auch Viskose werden mit reaktiven Farben in alkalischen Bädern gefärbt.
Ihm stehen insgesamt 5 Färbekessel zur Verfügung, der größte mit einem Fassungsvermögen von ca. 100 kg Wolle.

Wenn das Wasser im beheizbaren Kessel eine Temperatur von 45°C erreicht hat, wird Benetzungsmittel hinzugegeben, um die im Wasser gelöste Luft zum Ausgasen zu bringen.
Weiterhin kommt Verlaufmittel hinzu, um das Aufziehen der Farben gleichmäßig zu gestalten, des weiteren Salz und Essig, um ein leicht saures Tauchbad zu erzeugen. Ammoniumsulfatzugabe sichert die pH-Wert-Balance der Flotte.
Der Farbstoff – eine Mischung welche fast immer aus verschiedenen Anteilen von Gelb, Rot und Blau besteht – wird hinzugegeben, wenn die Temperatur ca. 50°C erreicht hat. Danach wird das Tauchbad bis auf 97°C weiter erhitzt und 30 – 50 Minuten köcheln gelassen. In dieser Zeit sorgt eine Umwälzpumpe dafür, dass die Farbflotte ununterbrochen auch über die Garnstränge gesprüht wird, während die Halter für die Stränge das Garn durch die Flotte rotieren lassen. Mit diesem ausgeklügelten Verfahren wird bis zu 98% der zugesetzten Farbe an die Fasern gebunden, am Ende des Prozesses ist das Wasser im Tauchbad ziemlich klar.
Nur in Ausnahmefällen muss Ammoniak beim Entleeren des Kessels zur Bindung von Farbrückständen hinzugefügt werden.

Der Färbeprozess für Baumwolle und Leinen ist komplexer als der für Wolle.
Es erfordert ein umfassendes chemisches Wissen und Erfahrung, wie die verschiedenen Farben reagieren – untereinander, mit dem Wasser, mit Hilfsstoffen und nicht zuletzt mit den Textilfasern, welche mit den Farbmolekülen eine chemische Bindung eingehen.
Nachdem die Garnstränge an den Haltearmen befestigt worden sind, werden sie im ersten Schritt gereinigt oder gebleicht.  Im Fall von Baumwolle muss jedweder Anteil von Kalzium oder auch von Metallionen, welche den Färbeprozess beeinträchtigen könnten, entfernt werden.
Das Tauchbad wird auf 60°C aufgeheizt und diese Temperatur wird über den gesamten Prozess aufrechterhalten.
Nach der Zugabe von Benetzungs- und Verlaufsmitteln werden die Farben extrem vorsichtig hinzugegeben. Einige Farben ziehen schneller auf die Fasern auf als andere – letztlich ist die Mischung aus Wissen und Erfahrung und das richtige Gefühl des Färbemeisters, welche ein gleichbleibendes Färbeergebnis in hoher Qualität ermöglicht.
Nach etwa einer halben Stunde wird Soda zugegeben um den pH-Wert von neutralen 7 auf alkalische 10,5-11 pH anzuheben – die Voraussetzung für die Farbmoleküle, eine Verbindung mit den Fasern einzugehen.
Um den pH-Wert noch weiter anzuheben wird Lauge zugegeben. Für die Erzielung von Pastelltönen kann dies zumeist jedoch entfallen.
Als Faustregel kann man sagen: Je dunkler die Farbe, umso mehr Salz und Lauge wird benötigt.

Wenn die Farbe von den Fasern aufgenommen wurde, ist es Zeit einen Qualitätstest zu machen.
Dafür wird ein kleines Stück vom Strang abgeschnitten und unter einer Tageslichtlampe mit definiertem Lichtspektrum mit der Originalfarbtonprobe verglichen.
Wichtig ist dabei auch die richtige Temperatur und Feuchtigkeit der Probe einzustellen. Dafür hat Claes seine eigene, ganz spezielle Methode.
Am Ende dieses Färbeprozesses wird das Garn mit kaltem und heißem Wasser mehrfach gespült, um alles verbliebene Salz aus den Fasern herauszuwaschen. Danach erfolgt eine Trocknung in einem speziellen Raum, bevor es gespult werden kann.

Claes‘ eigenwillige Methode zur Temperatur – und Feuchteeinstellung der Garnproben sowie weitere Details zum Färbeprozess und zur manchmal nötigen Farbkorrektur und zur Erzeugung von Schwarz- und Grautönen sind im kompletten Beitrag  im VäV Magasinet Nr. 2/ 2017 nachzulesen.

Hauptkunde der Garnfärgeriet C.Hedström AB ist die auf Spezialanfertigungen ausgerichtete schwedische Teppichweberei Kasthall.
Aber auch Kampes Spinneriprodukter und Ullcentrum sowie Östergötland Wool Spinning Mill gehören zu seinen langjährigen Kunden und sind für ausgewählte Produkte auch  Lieferanten von swedenform.
Claes‘ Vision für sein Geschäft beinhaltet die Entwicklung neuer Garne und die Komplettierung und Abrundung der permanent und nachhaltig verfügbaren Farbtöne.

Deyhouse_fritsla

Vor ein paar Jahren übernahm Claes Hedström auch noch Garnhuset i Kinna, von welchem wir als Swedenform das hochqualitative Webgarn unseres Standardprogrammes exclusiv für den deutschen Sprachraum beziehen.
Machen Sie sich selbst ein Bild über das nun noch viel breite Farbspektrum und die verfügbaren Garne bei einem Besuch in unserem online-shop auf Swedenform.com!

Webmesse in Växjo, Glimakra

Webmesse in Växjö – Teil 2

Wenige Weber wissen, dass der Webstuhl Glimåkra Standard mit einem horizontalen oder vertikalen Kontermarsch ausgestattet werden kann.

Die vertikale Variante in unserem Titelbild konnte auf der Webmesse angeschaut werden. Die Kette hatte Madleine van der Hoogt aus Amerika mitgebracht und diesen Webstuhl mit eingerichtet.

Der Stand wurde durch Karin Myrhed aus Schweden personell unterstützt. Sie ist die Weberin, die die Damasteinrichtung entwickelt hat, die es für den Standard gibt. Die Grundausstattung ist komplett für 20 Musterschäfte und kann bis auf 50 hochgerüstet werden, inklusive Webstuhlverlängerung. Diese Damasteinrichtung kann man im Geschäft in Aitrach genauer in Augenschein nehmen.

Da dieser Webstuhl nicht direkt auf der Messe verkauft wurde und von den Mitarbeitern der Firma GAV nicht wieder nach Mora mitgenommen werden sollte, haben wir diesen erworben.

Zum Ende der Messe ist dieser Webstuhl von uns abgebaut und mit vereinten Kräften in unser Auto gepackt.Das Seitenteil läßt sich wie ein Schrankteil auseinandernehmen und so auch im PKW transportieren.

Webmesse, van deer Hoogt

Diese Bücher von Madleine van der Hoogt ist ebenfalls in meinen Besitz gelangt und sie haben eine persönliche Widmung. Leider versendet sie ihre Bücher nicht nach Europa.

Sie mochte meinen Webstuhl ebenfalls und gleichzeitig ist ihre Kette mit nach Aitrach gereist. Dieser Webstuhl ist noch nicht alt und hat eine tolle Geschichte.

VäV_Växjö17

Webmesse in Växjö – Teil 1

Der erste Besuch auf der Webmesse war wirklich sehr aufschlussreich. Alle Eindrücke können nicht wiedergegeben werden, aber einige sind besonders.

Der Besucherandrang war an den drei Tagen recht unterschiedlich. Am letzte Tag war richtig Platz, um alle Stände in Ruhe anzuschauen. Am 2. Tag waren so viele Menschen, dass man Mühe hatte, alle Ausstellungsstücke zu sehen. Die echten Raritäten konnte man nur am 1. Tag ergattern.

Den größten Stand hatte Garnhuset i Kinna-unser Hauptlieferant. Sie hatten alle Hände voll zu tun. Endlich ist die Produkt-Palette komplett und die Garnmusterkarten sind auch fertig. Sie werden hoffentlich bald im Shop angeboten werden können.

Sehr viele Webschulen und Webgruppen haben ihre Exponate ausgestellt. Viele Exponate konnte man bereits in dem Vävmagasinet bewundern. Aber diese im Original zu sehen und auch teilweise so hautnah, hat einige Überraschungen gebracht. In der Ausgabe 3-2017 gibt es ebenfalls gute Bericht mit vielen Fotos.

Das ist nur ein kleiner Querschnitt interessanter Exponate:

Etwa 85% der Aussteller kamen aus Schweden. Aber einen Deutschen haben wir getroffen und der heißt Andreas Möller. Er und sein Webstuhl haben es auf das Titelblatt der Smålandposten geschafft, worüber er sich sehr gefreut hat.

Möller_Växjo,MesseSeine Web-Geschwindigkeit ist wirklich atemberaubend. Ich hatte die Gelegenheit seinen Webstuhl genauer anzuschauen. Er hat seine Konstuktion noch weiter verbessert. Der Webstuhl wurde in der Tiefe verkürzt aus Platzgründen. Um weiterhin ein ordentliches Webfach zu erhalten, ist der Streichbaum nun beweglich. Ein selbst entworfenen Schnell-Schützen hat er auch, der mit Papierrollen läuft. Ich habe ihn ausprobiert und bin überrascht, wie leise er läuft. Viele Webstuhl-Produzenten habe sich interessiert gezeigt und vielleicht setzen sich einige Details seines Webstuhls durch. Für die Messe hatte er dieses Mal zu besseren Leisten im Baumarkt gegriffen. Der einzige Nachteil dieses Webstuhl ist seine Optik, die nicht in jedes Wohnzimmer passt.

Die Smålandweber hatten einen guten Einfall. Sie legten einen wirklich langen Teppich aus, der sich durch die gesamte Fußgängerzone in der Innenstadt von Växjö zog.

Gleichzeitig durfte jeder Passant weben. Man sieht es, dass das Wetter nicht gerade einladend war und diese Weberinnen haben es den ganzen Tag draußen durchgehalten. Interessant waren auch die unterschiedlichen Reaktionen der Passanten auf diesen Teppich. Einige nutzten diesen Teppich als „roten Teppich“ für sich und andere erfreuten sich and der Vielfalt der Farben und Muster.

Eine weitere Entdeckung war dieser zusammenklappbare Webstuhl eines japanischen Professors, der in Finnland Industrie-Design lehrt. Vertreben wird er über das Studio Kojima.

Diesen Webstuhl kann man ganz clever auseinandernehmen. Eigentlich wird zuerst der Kett-, Warenbaum, die Kette mit dem Blatt und dem Gewebe ausgebaut und in einer eigens entwickelten Tasche verstaut. Der Rest kann dann bequem zusammen geklappt werden und in einem Auto verstaut werden. Oder man nimmt nur die Tasche mit dem Gewebe mit. Der Webstuhl ist sehr stabil und lässt sich gut weben. Die finnische Birke sorgt für eine schicke Optik. Die Webbreite ist mit 60 cm ganz passabel.

Der zweite Teil des Berichtes erfolgt in den nächsten Tagen.

Seidenweberei Stockholm

Visite bei der Seidenweberei in Stockholm

Jeder Weber, der Stockholm besucht, sollte in der Seidenweberei vorbei schauen und dabei genügend Zeit einplanen.

Almgren Seidenweberei ist sogar im Stockholm-Pass enthalten. Die Weberei des ehemaligen Hoflieferanten ist weitgehend erhalten und als Museum erlebbar gemacht. Sicher sind die Informationen über die Seidenproduktion allgemein jedem Weber bekannt, aber der Rundgang durch das heutige Museum lohnt sich auf jeden Fall. Es kann den Jaquardwebern über die Schulter geschaut werden und das Web-Equipment sowie die Geräte zur Endbehandlung der Seide angesehen werden. Außerdem läuft ein Video in englische Sprache mit den Schritten der Weberei am Originalstandort. Weiterhin kann man die alten kostbaren Produkte bestaunen.

Leider waren die Lichtverhältnisse selbst bei Sonnenschein nicht so berauschend. Aber bei diesem Licht wurde früher produziert! Als königlicher Hoflieferant mußte garantiert auch fehlerfrei gearbeitet werden.

Noch ein kleiner Blick auf die Produkte, die heute gegebenfalls reproduziert werden.

Ein wirklich gutes Stück schwedischer Industrie-Geschichte. Das erste Foto ist eine brandaktuelle Reproduktion für das Königsschloss, welche im Schloss selbst zu sehen ist

 

Austellung in Sindelfingen

Kissenausstellung in Sindelfingen 2016

Hier gibt es einen Blick in die Ausstellung „Kissen quadratisch praktisch schön“ im Haus der Handweberei in Sindelfingen 2016. Die Fotos sind vom Verein zur Verfügung gestellt worden. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden und geht noch bis zur Nacht der Museen im November. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung verbreitet eine Gemütlichkeit, die zur Jahreszeit passt. Ausgestellt haben alle Weber, die den Mut hatten Ihre Stücke öffentlich zu zeigen.

Viele Stücke laden zum Verweilen ein, aber es sind auch ungewöhnliche Materialien verwendet.In Ihrer Eröffnungsrede zur Ausstellung ging die IGH-Vorsitzende darauf ein, warum das Thema Kissen so interessant für Weber ist. Das Quadratisch steht sicher auch für eine überschaubare Webbreite, schön ist die Vielfalt an Materialien und Mustern und man kann als Hobby-Näher das Projekt allein vollenden.

Weber können mehr als nur Schal und Handtuch.

12